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Was ist Emotionale Intelligenz » der EQ » Unser soziales Gewissen

emotionale Intelligenz zu lernen

psychologie

Was ist Emotionale Intelligenz » der EQ » Unser soziales Gewissen

Erlerne die Emotionale Intelligenz

Bei der emotionalen Intelligenz handelt es sich um die Fähigkeit, eigene Gefühle und die Empfindungen der Mitmenschen exakt zu identifizieren. Zudem besitzen Personen, die sich als emotional intelligent erweisen, ein starkes Einfühlungsvermögen. Ohne Schwierigkeiten reagieren sie auf Stimmungsschwankungen. Aufgrund der besonderen Sensibilität geht das Phänomen häufig mit der Hypersensibilität einher. Die Emotionalität steht in Verbindung mit der sozialen Intelligenz. Demnach gelingt es Menschen mit der Fähigkeit einfacher, zwischenmenschliche Beziehungen aufzubauen und aufrechtzuerhalten.

Bereits als Kind kannst Du die emotionale Intelligenz lernen. Zunächst kommt es dabei auf eine korrekte Selbstwahrnehmung an. Indem Du Deine Gefühle auf andere Personen projizierst, lernst Du ein empathisches Verhalten.

emotionale Intelligenz zu lernen

emotionale Intelligenz zu lernen – Copyright: PramoteBigstock bigstockphoto

 

Wie definiert sich die emotionale Intelligenz

Der Grundbegriff der emotionalen Intelligenz stammt von John D. Mayer und Peter Salovey. Im Jahr 1990 definierten sie den Terminus für das Wahrnehmen von Emotionen. Ebenso gelingt es emotional intelligenten Personen, die Gefühle anderer zu beeinflussen. Hierbei gründet das Konzept dieser Emotionalität auf der Theorie der multiplen Intelligenzen, die bereits Howard Gardner aufstellte. In den 1980er-Jahren erklärte der Erziehungswissenschaftler, dass normale Intelligenztests nicht ausreichen, um einen Einblick in die Persönlichkeitsstruktur eines Menschen zu erhalten. Das liegt an dem Umstand, dass die Psyche aus mehreren Intelligenzen besteht.

Zu ihnen zählen beispielsweise:

  •  die naturalistische Intelligenz,
  •  die intrapersonelle Intelligenz
  •  sowie die interpersonelle Intelligenz (Sozialintelligenz).

Eine Abkürzung für die emotionale Intelligenz lautet EQ. Einige Autoren verwenden den Begriff als gegensätzlichen Aspekt zur klassischen Intelligenz. Jedoch handelt es sich bei der Emotionalität um eine Erweiterung des Intelligenzbegriffs. Demnach reichen die rein kognitiven Fähigkeiten häufig nicht aus, um im Alltag Erfolge zu feiern. Um eine Bindung zu den Mitmenschen aufzubauen, benötigst Du die Eigenschaft, Dich emotional auf die Beziehungen einzulassen.

Laut Daniel Goleman beinhaltet ein emotional intelligentes Verhalten folgende Fertigkeiten:

  •  eigene Emotionen erkennen,
  •  die Gefühle beeinflussen,
  •  Emotionen in die Tat umsetzen,
  •  die Empathie
  •  sowie der zwischenmenschliche Umgang.

Der erste Punkt beschäftigt sich mit der Fähigkeit, eigene Gefühle zu identifizieren und zu akzeptieren, während sie auftreten. Auf die Weise verstehst Du Dein Verhalten und erkennst emotionale Antriebe. Beispielsweise lehnen Personen, die über wenig emotionale Intelligenz verfügen, unangenehme Empfindungen ab, statt eine aktive Steuerung auszuprobieren. Der zweite Aspekt bedeutet, dass Du Deine Gefühle einer Situation anpasst. In einem stressigen Augenblick schaffst Du es auf die Weise, Dich zu beruhigen. Ebenso geht der Punkt auf die Möglichkeit ein, negative Emotionen abzuschwächen und positive zu verstärken.

Versuchst Du, Deine Empfindungen in die Tat umzusetzen, machst Du sie Dir für persönliche Ziele zunutze. Hierbei spielt die Selbstmotivation eine wesentliche Rolle. Durch das Leiten Deiner Gefühle förderst Du Deine Kreativität und lernst gleichermaßen die Impulskontrolle. Beispielsweise verzichtest Du momentan auf ein kurzfristiges Glücksgefühl, um langfristig Deine Träume zu verwirklichen. Neben dem Belohnungsaufschub erhält das empathische Verhalten einen hohen Stellenwert. Sie gelten als Basis für zwischenmenschliche Kontakte und die Menschenkenntnis.

Demnach kommt es darauf an, die Gefühle anderer Personen zu erkennen und versteckte Signale – beispielsweise Körpersprache – auszuwerten. Dadurch bringst Du in Erfahrung, welche Bedürfnisse Deine Mitmenschen besitzen. Jedoch geht die Empathie gleichermaßen mit Nachteilen einher. Als Beispiel besteht die Möglichkeit, dass Personen Dein Mitgefühl auszunutzen versuchen. Bei der emotionalen Intelligenz steht zudem der Umgang mit Beziehungen im Vordergrund. Demnach stellt ein einfühlsames Verhalten das Fundament für das Zusammenleben und Zusammenarbeiten dar. Ebenso gilt es als Grundvoraussetzung für Wertschätzung und Integration.

Wie erfolgt die Messung des EQ?

Um neue Aspekte über die emotionale Intelligenz zu lernen, entwickelten Mayer und Salovey eine Messung, die sich in vier Gebiete unterteilt:

  1.  Wahrnehmen von Gefühlen,
  2.  Nutzung der Empfindungen,
  3.  Verstehen der Emotionen und
  4.  deren Beeinflussung.

Die Emotionen Deiner Mitmenschen erkennst Du an ihrem Benehmen, ihrer Gestik und Mimik. Identifizierst Du die Gefühle, nutzt Du sie zum Lösen eines Problems oder um auf die Bindung zur jeweiligen Person Einfluss zu nehmen. Beim Verstehen der Empfindungen kommt es darauf an, ihre Veränderbarkeit einzuschätzen und die Konsequenzen zu analysieren. Beim Beeinflussen der Stimmungen spielen das Selbstbild sowie das soziale Bewusstsein eine tragende Rolle.

Beim Test der Wissenschaftler erfolgt die Messung der vier grundlegenden Bereiche. Im ersten Segment identifizieren die Teilnehmer Gefühle in Gesichtern und Landschaften. Hierbei erhält das Detail- und Farbbewusstsein Bedeutung. Im zweiten Teil kommt es darauf an, die Emotionalität mit anderen sensorischen und taktilen Reizen zu vergleichen. Der Sinn besteht darin, Empfindungen, welche die Denkaufgaben unterstützen, zu verstärken. Im dritten Punkt testeten die Experten das Wissen, wann Gefühle sich verändern und wie sie ineinander übergehen. Der vierte Bereich kontrolliert den Erfolg von Maßnahmen, die den eigenen emotionalen Zustand ändern.

In Deutschland existiert ein ähnliches Testverfahren, welches die Wissenschaftler jedoch kritisch bewerten. Das liegt beispielsweise an fehlenden Interpretationshinweisen und einem nicht transparenten Konstruktionsprozess. Zu dem Ergebnis kommt die Studie: „TBS-TK Rezension“, die im Jahr 2015 erschien. Die Verfasser heißen Christian Levin Burk und Manfred Amelang.

 

Besteht die Möglichkeit, emotionale Intelligenz zu lernen?

Nicht in jedem Fall zählt die emotionale Intelligenz zu den angeborenen Fähigkeiten. Um dennoch zwischenmenschliche Beziehungen ohne Schwierigkeiten zu bewältigen, lohnt es sich, sie zu erlernen. Zu dem Zweck verbesserst Du beispielsweise Dein Selbstbild, indem Du andere Personen befragst und die Ergebnisse dokumentierst. Das empathische Verhalten trainierst Du, indem Du verschiedene Situationen mit den Beteiligten durchsprichst. Hierbei hilft es, ihre Gefühle zu erfragen. Ebenso steht das bewusste Beobachten im Mittelpunkt. Um die emotionale Intelligenz lernen zu können, bringst Du zudem in Erfahrung, wie Dein Benehmen auf andere Menschen wirkt.

 

Praktische Tipps, um den EQ zu verbessern

Interessierst Du Dich dafür, Deine emotionale Intelligenz zu optimieren, bewährt sich der Kontakt zu sozial intelligenten Mitmenschen. Als Beispiel handelt es sich dabei um Deinen Partner, Freunde oder Arbeitskollegen. Mit ihnen spielst Du mehrere hypothetische Situationen durch und beobachtest dabei ihr Verhalten. Bei der Übung besteht die Notwendigkeit, dass der Partner seine Empfindungen für Dich erklärbar macht. Dadurch gelingt es Dir, die Emotionen zu reproduzieren und nachzuvollziehen.

Während der gespielten Situationen beachtest Du vorwiegend Gesten und die Mimik der Teilnehmer. Bei emotional intelligenten Menschen läuft das Verhalten oftmals intuitiv ab. Um dennoch bei der Entwicklung des EQ Fortschritte zu erzielen, versuchst Du, die gezeigten Empfindungen zu analysieren. Hierbei nützt es zudem, die Körpersprache zu erlernen und einen Zusammenhang zum jeweiligen Gefühl herzustellen.

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Romy Foerster

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