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Minderwertigkeitskomplexe überwinden

Minderwertigkeitskomplexe überwinden
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Minderwertigkeitskomplexe überwinden

So schaffen Sie es Minderwertigkeitskomplexe zu überwinden

Wir leben in einer Zeit, in der sich Persönlichkeitsstörungen häufen oder zumindest immer öfter diagnostiziert werden – ähnlich, wie es bei Aufmerksamkeitsstörungen im Kindesalter der Fall ist. Auf die Frage, wie man Minderwertigkeitskomplexe überwinden kann, gibt es mit Sicherheit keine einfache Antwort.

Dennoch ist eine Behandlung möglich und auch sehr wichtig, da es sonst zu Krisen kommen kann, die im schlimmsten Falle letztlich zu suizidalen Absichten des Patienten führen. Im vorliegenden Text sollen zunächst die Ursachen von Minderwertigkeitskomplexen definiert werden. Der Schwerpunkt liegt dann jedoch auf den Behandlungsoptionen.

 

Bindungsstörungen und Traumata

Die meisten Störungen der Persönlichkeit entstehen auf Grund einer frühkindlichen Bindungsproblematik für die häufig die nicht verarbeiteten Traumata der Bezugspersonen ursächlich sind. In dieser Hinsicht ist es interessant zu beobachten, dass Minderwertigkeitskomplexe und ein übertriebener Narzissmus häufig zwei Seiten derselben Medaille sind. In der frühen Phase der Kindheit ist es überaus wichtig, dass das Kleinkind Sicherheit und Verlässlichkeit erlebt, da sich das Vertrauen in sich selber nur aus diesem Urvertrauen ergibt. Dieses Urvertrauen ist die Vorraussetzung dafür, dass das Kind sich im Laufe der Zeit vom Feedback der Eltern (oder der Anderen) lösen und eigene Wege gehen kann. Dia Frage, wie das „Minderwertigkeitskomplexe überwinden“ überhaupt möglich ist, erfordert zunächst einmal eine genauere Definition des Phänomens. Nicht jede Form von Schüchternheit oder Introvertiertheit kann und sollte sofort als Minderwertigkeitskomplex definiert werden und grundsätzlich ist eine Störung der Psyche und der Persönlichkeit erst bei entsprechendem Leidensdruck der Betroffenen anzunehmen. Wichtig ist, dass man sich über verschiedene potentielle Ausdrucksformen von Persönlichkeit im Klaren ist und nicht auf der Grundlage scheinbaren psychologischen Wissens über wahrgenommene „Abweichungen“ urteilt.

Der Leidensdruck, der durch eine chronische Unterschätzung der eigenen Leistungsfähigkeit verursacht wird, kann sich in verschiedenen Symptomen äußern. Beispielsweise zeigt sich das Problem in einer Angst vor Referaten oder Vorträgen, in der Unfähigkeit einem möglichen Partner die Gefühle zu gestehen, der Eifersucht im Rahmen einer bestehenden Beziehung oder in einer chronisch depressiven Verstimmung. Das „Minderwertigkeitskomplexe überwinden“ ist in solchen Fällen sehr zentral, damit Menschen auf ihrem weiteren Lebensweg geholfen werden kann.

 

Therapeutische Möglichkeiten

In leichten Fällen der Störung kann eine Form des „Coachings“ sicher ausreichen und in Einzelfällen – also zum Beispiel bei Prüfungsängsten, die durch Komplexe dieser Art hervorgerufen werden- können manchmal auch auch schon Introspektion oder der Erwerb von Meditationstechniken hilfreich sein Selbstverständlich existieren weitergehende therapeutische Hilfsangebote. Je nachdem, ob die Ursache der Komplexe in verdrängten frühkindlichen Erfahrungen ihren Ursprung hat, oder ob eher eine durch leichte Ängste bedingte Verhaltensstörung zugrunde liegt, kann einem beim „Minderwertigkeitskomplexe überwinden“ ein tiefenpsychologischer oder verhaltenstherapeutischer Ansatz sinnvoll sein. Weiterhin gibt es Verfahren, die mit Gruppensitzungen arbeiten und etwas speziellere Formen der Behandlung, wie etwa die körperorientierte Psychotherapie. Will man die eigenen Minderwertigkeitskomplexe überwinden, sollte man sich also zunächst fragen, bzw. im Rahmen eines psychiatrischen Gespräches gemeinsam erwägen, wo die Ursache des Problemen liegt und welche Behandlungsform einem am besten helfen kann.

 

Der tiefenpsychologische Ansatz

Um Ihre Minderwertigkeitskomplexe überwinden zu können ist es entscheidend, dass Sie einen Therapeuten oder eine Therapeutin finden, dem/der sie vertrauen, denn es ist gerade, wenn man an Minderwertigkeitskomplexen leidet nicht immer einfach sich zu öffnen, da auch in der Therapie, in der man ja aktiv mitarbeiten sollte, schnell ein Gefühl von Leistungsdruck entsteht, was im Sinne einer Konfrontation mit den eigenen Ängsten sicher nicht schlecht ist, was aber natürlich voraussetzt, dass man mit einer Person arbeitet, die die Sorgen in der Exposition nicht noch verstärkt.

Der tiefenpsychologische Ansatz ist ein sehr langandauernder Prozess und beginnt üblicherweise mit einer hochfrequenten wöchentlichen Anzahl von Sitzungen (zwei bis drei). Unabhängig vom Krankheitsbild und den Symptomen ist es die Aufgabe dieses Ansatzes Traumata aufzudecken, die der Patient in der frühen Kindheit erlitten hat und die ihn nun zu Verhaltensmustern „zwingen“, die sich aus einem mangelnden Selbstbewusstsein ergeben, das Krankheitswert hat.

 

Verhaltenstherapie

Im Gegensatz zur Tiefenpsychologie gehen verhaltenstherapeutische Ansätze pragmatischer vor. Zwar geht es auch bei diesen in gewissen Grenzen um die Frage, wodurch die Störung verursacht worden ist- Dennoch steht hier die Bemühung im Vordergrund, die Störung lösungsorientiert anzugehen und ihr mit verschiedenen Expositionsübungen und vergleichbaren Maßnahmen zu begegnen.

Exposition im therapeutischen Sinne bedeutet, dass man sich der angstauslösenden Situation in einem geschützten Rahmen bewusst stellt. Mir Verhaltenstherapie Minderwertigkeitskomplexe überwinden bedeutet, dass man zunächst „kleine Siege“ erringt. Minderwertigkeitskomplexe haben Auswirkungen auf alle Bereiche des Lebens und äußern sich beruflich und privat. Im beruflichen Bereich wird ein Mensch, der an Komplexen leidet vieles übermäßig reflektieren und kleine Fehler dramatisieren. Der Patient der Minderwertigkeitskomplexe überwinden möchte, muss also im Rahmen einer Verhaltenstherapie versuchen, sich bewusst in Situationen zu bringen in denen die „innere Stimme“ beginnen würde, auf ihn/sie einzuhämmern. Dann muss er/sie sich bewusst machen, dass er/sie in einem solchen Moment sozusagen „einen Schritt zurück machen“ und reflektieren muss. Auf Dauer sollte das Minderwertigkeitskomplexe überwinden mit einer solchen überlegten und auf „Konfrontation“ ausgerichteten Therapie möglich sein, indem die überkritische innere Stimme langsam gedämpft wird.

 

 

Andere Formen der Therapie

Das Minderwertigkeitskomplexe überwinden ist auch gut in einem Gruppensetting zu leisten, da man hier Übung darin gewinnen kann, eben nicht nur mit einem Therapeuten umzugehen, dem man vertraut, sondern auch mit Menschen, die man nicht so gut kennt und von denen man sich möglicherweise verurteilt fühlt.

Ideal für das Minderwertigkeitskomplexe überwinden ist die Tatsache, dass innerhalb einer therapeutischen Gruppe jede anwesende Person an einer anderen Art von Problemen leidet. Wenn die Komplexe primär in Form einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung kompensiert werden, was gar nicht so selten der Fall ist, dann ist eine Gruppentherapie häufig schwierig, da narzisstischen Persönlichkeiten oft die Einsicht in die eigene Fehlbarkeit nur schwer möglich ist und sie aus diesem Grund Probleme damit haben, einen guten Zugang zu ihrem Therapeuten zu finden, bzw. dazu neigen, diesen des öfteren zu wechseln, da sie ihm schnell die Kompetenz absprechen. Der Leidensdruck ist aber natürlich letztlich auch bei Patienten, bei denen sich die Erkrankung in dieser Weise ausdrückt sehr groß und eine Behandlung der Beschwerden kann dringend nötig sein.

Minderwertigkeitskomplexe können auch im Rahmen körpertherapeutischer Maßnahmen überwunden werden, insbesondere wenn das Selbstwertgefühl unter einer scheinbaren Imperfektion des eigenen Körpers leidet.

 

Romy Foerster

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