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Ohne Krach und Strafen: Streit in der Familie lösen

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Ohne Krach und Strafen: Streit in der Familie lösen

Ohne Krach und Strafen: Streit in der Familie lösen

Das Konfliktpotenzial im Alltag steigt mit dem Stresspegel. Dabei gehört Streit in der Familie zum Leben dazu. Es soll also nicht darum gehen, jedem Konflikt aus dem Weg zu gehen. Wir wollen den Streit in der Familie lösen und einen sinnvollen Ausweg finden.

 

Die häufigsten Ursachen für Streit in der Familie

Der Alltag ist gespickt mit jeder Menge Aufgaben, Verpflichtungen, Herausforderungen und Vereinbarungen, die unweigerlich zu Streitsituationen führen . Eltern, die konsequent jedem Konflikt ausweichen, gehen ein viel größeres Risiko ein, als die Paare, die sich einem Streit mutig stellen. Das Leben ist nicht immer nur Harmonie pur, sondern auch gezeichnet durch Auseinandersetzungen.

Die häufigsten Ursachen liegen in alltäglichen Problemen. Oftmals sind es Missverständnisse oder fehlgeleitete Absprachen, die Unverständnis hervorrufen.

  •  Chaos und Unordnung
  •  vergessene Aufgaben im Haushaltsplan
  •  Überforderung
  •  aufgestaute Wut und negative Energie
  •  Erziehungsfragen
  •  Missverständnisse
  •  unterdrückte Probleme
  •  Familienfeiern

Photo by Joseph Gonzalez on Unsplash

Nun gehört der Streit in der Familie nicht zu den beliebtesten Themen, denen man sich kompromissbereit  stellt. Viele Eltern neigen dazu, ihren eigenen Ärger über eine Situation herunter zu schlucken und diesen zu einem hausgemachten Streit aufzusparen. Wir müssen also lange suchen, um eine Familie zu finden, in der noch nie ein böses Wort gefallen ist. Das soll auch nicht unsere Aufgabe sein, denn wir wollen gemeinsam einen Weg finden, wie wir den Streit in der Familie lösen. Jeder Streit, jeder Kompromiss und jeder Konflikt ist ein wichtiger Schritt, um als Familie zusammen zu wachsen und  voranzukommen.

 Warum streiten für jede Familie wichtig ist

Streiten ist sogar wichtig: Selbst für deine Kinder, um ihre eigene Persönlichkeit zu entwickeln und Problemlösestrategien zu erlernen.

So können wir einen Streit  als das Gegenteil von Gleichgültigkeit und Resignation verstehen. Nur eine Familie, die sich im Streit miteinander auseinandersetzt, geht auch miteinander um. In den Beziehungen, in denen nicht mehr diskutiert und gestritten wird, steigt die Gefahr einer tiefergehenden und ernsthaften Krise.

Oftmals bist du es nicht selbst, sondern sind es andere, die mit dem Streit beginnen. In den meisten Fällen möchte der Initiator eines Streits die Aufmerksamkeit des anderen und ein Gefühl von Wertschätzung erfahren. So ist der Streit und der Konflikt in der Familie zugleich ein deutlicher Hilferuf.

Mit einem Schlüsselsatz – Konfliktpotenzial heruntersetzen

Es ist die Aufgabe, die negativen Energien aus dem Streit von Anfang an herauszuziehen. Das gelingt oftmals durch einen Satz, wie zum Beispiel:

Was kann ich tun, damit es dir jetzt besser geht?

Du solltest einfach mal versuchen, so auf Vorwürfe und den Streit in der Familie zu reagieren. Du wirst sehen, diese Frage kann wahre Wunder bewirken und einen komplexen Konflikt schnell zu einer konstruktiven Diskussion machen, aus der jeder etwas mitnimmt.

Wichtige Streitregeln in der Familie beachten

Selbst wenn eine der Parteien provoziert, bedeutet das nicht, zum Gegenfeuer einzusetzen. Für beiderseitige Selbstachtung ist es besonders wichtig, Frieden zu schließen und nicht als der Gewinner aus dem Streit herauszugeben. Führe dir immer wieder vor Augen, dass kein Konflikt ein Wettstreit ist.

Die folgenden Regeln helfen dir beim nächsten Streit in der Familie weiter:

  • Lasst die andere Person ausreden. Falle niemandem ins Wort oder unterstelle jemandem böse Absichten.
  • Stehe den Personen ihre persönlichen Gefühle zu.
  • Kochen die Gefühle hoch, nehmt euch eine  Auszeit vom Konflikt. Ein kurzer Spaziergang, ein paar Schweigeminuten, in denen sich alle aus dem Weg gehen, können Sachlichkeit zurückbringen.
  • Denke vor jedem Satz, den du sagst nach. Verletze niemals die Gefühle eines anderen.
  • Bedanke dich bei der Person, wenn sie ein Zugeständnis macht oder einen Kompromiss eingeht.
  • Bewahre einen vernünftigen und ruhigen Ton. Versuche deine Gefühle in Worte zu fassen, wie zum Beispiel: Es tut mir weh, wenn du das sagst. Ich möchte nicht, dass du mich anschreist.
  • Gestehe deine Fehler ein und entschuldige dich ehrlich.
  • Sage, dass du an dir selbst arbeiten möchtest und findet gemeinsam eine Lösung.

Mitten im Streit ist es vollkommen legitim, eine Pause zum Nachdenken einzulegen. Andernfalls werden unüberlegte Gedanken aus dir heraus sprudeln, die vielleicht gar nichts mit der Streitsituation zu tun haben. Viele der Konflikte sind nämlich emotional schwer belastet und fußen auf den Fehler einer Person, die eine Kettenreaktion hervorgerufen hat.

Gibt mir einen Moment, um darüber nachzudenken.

Mit diesem Satz reißt du die andere Person aus einem Streitmonolog heraus und verschaffst dir die nötige Atempause für die Antwort.

Wann solltest du den  Streit in der Familie beenden?

Immer wenn der Streit in die Verletzung einer Person abrutscht oder die Gefahr von Respektlosigkeit in sich birgt, ist er weder konstruktiv noch gewinnbringend für die Familie. Hier sollte jeder ganz deutlich machen, dass ihm die ganze Situation zu weit geht. Nutze die Gelegenheit und denke  darüber nach, ob ihr den Streit in der Familie lösen wollt und nach einem Kompromiss sucht oder ob einfach einer der Parteien Recht behalten möchte.

Lohnt sich der Streit in der Familie um jeden Preis?

Nicht immer ist es lohnenswert, auf eine Konfliktsituation einzugehen. In vielen Fällen sind es vor allen Dingen Lappalien, die euch nur jede Menge Nerven kosten. Streitigkeiten im Supermarkt um Süßigkeiten oder Lebensmittel oder  nicht erledigte Aufgaben zuhause sind kein Grund für Krisengespräche. Hier ist es die Aufgabe der Betroffenen, den Fehler zuzugeben und für eine schnelle Lösung zu sorgen.

Das tut mir leid. Ich werde die Wäsche gleich morgen früh erledigen.

Wir brauchen keine Schokolade. Wir haben noch genügend zuhause.

Du musst deine Hausaufgaben jetzt erledigen. Andernfalls bekommst du morgen Probleme in der Schule.

Schont eure Nerven und lasst nicht jedem Konflikt freie Bahn. Gerade bei einem Streit  mit den Kindern verschwimmen die Grenzen zur Konsequenz und Erziehung. Hier lohnt es sich, am Ball zu bleiben und deinen Kindern von Anfang an ihren familiären Rahmen zu bieten. Dein Durchhaltevermögen macht sich wenig später bemerkbar.

Alltagshelfer Familienplaner

Die meisten Ursachen der Streitigkeiten in der Familie gehen auf den  Haushalt, die Aufgaben und die Verpflichtungen aller Familienmitglieder zurück. Es wäre eine sinnvolle Lösung, einen Familienplaner anzulegen, indem ihr die Aufgaben gerecht verteilt. Abwäsche, Staubsaugen, Essen kochen, Speiseplan, Hausaufgaben, Hobbys und Verpflichtungen finden eine strukturierte Gliederung, an der sich jeder orientieren kann.

Jedes Familienmitglied übernimmt Verpflichtungen, aber auch Rechte in der Familie. Diese werden im Familienplaner festgelegt und stehen nicht mehr zur Diskussion.

Was kommt nach dem Streit in der Familie?

Für jedes Mitglied in einem Konflikt ist es wichtig, nach einer gewissen Pause und Zeitspanne für Versöhnung zu sorgen. So sollte jeder das Gefühl haben, der andere trägt den Streit nicht mehr mit sich herum. Das Unterbewusstsein zeigt uns recht deutlich, dass ein familiäres Gewitter vorübergezogen ist.

Gerade unseren Kindern ist es wichtig, dass wir die familiäre Versöhnung gemeinsam begehen. Das erhöht die Motivation, beim nächsten Mal einen Streit vernünftig zu lösen und sich nicht gegenseitig anzuschreien oder die Grenzen zu überschreiten.

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